Modell

Modell Staatsatelier Arno Breker

Das Staatsatelier des Nazibildhauers Arno Breker ist ein Tatort. Hier übersetzte der Dekorateur der Macht die nationalsozialistische Ideologie in ein Bildprogramm. Wir haben es in verkleinertem Maßstab nachgebaut um es von Berlin nach Graz zu bringen. Das Modell veranschaulicht den repräsentativen Charakter und die Proportionen des Gebäudes. Eine Vorstellung der Dimensionen vermittelt die weiße Fläche auf der Rückseite des Ehrenmals. 10,72 m x 1,90 m misst eines der beiden Sandsteinfriese an der Fassade.

Modell Staatsatelier Arno Breker

Die Nutzungsgeschichte des Staatsateliers nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes ist disparat. Jahrzehntelang wurde sein Entstehungskontext verschwiegen. Ausgerechnet dem Meisterschüler Arno Brekers, Bernhard Heiliger, überließ der Berliner Magistrat 1949 den Ostflügel auf Lebenszeit. Im Haupttrakt hingegen entstanden Einzelateliers und der Berliner Senat etablierte zusammen mit dem DAAD ein internationales Atelierprogramm. Nach dem Tod Heiligers 1995 blieb dessen Witwe und gründete eine Stiftung zur Pflege seines Werks. Durch geschickte Lobbyarbeit gelang es ihr, dem Atelierprogramm ein Ende zu setzen. Auf Antrag der Stiftung wurde das Staatsatelier in seinen ursprünglichen Zustand rückgebaut. Heute schreibt Berlin die Erbfolge fort und überlässt der Stiftung des Meisterschülers von Arno Breker den historischen Ort zur Nutzung für ein Privatmuseum. Die aktuelle Umwidmung nehmen wir zum Anlass, um zu den nationalsozialistischen Wurzeln zurückzugehen und den Kontinuitäten in die Gegenwart zu folgen.

Staatsatelier Arno Breker